Zimtsterne

Hallo ihr Lieben,

so langsam stellt sich ein kleines feines Weihnachtsfeeling ein. Hier und da leuchten bereits die ersten Tannenbäumchen, die Handschuhe haben ihren Dienst angetreten und hin und wieder liegt ein verführerischer Duft von Plätzchen und Glühwein in der Luft.  Noch 33 Tage bis Weihnachten. Und noch 10 Tage bis wir das erste Türchen vom Adventskalender öffnen dürfen.

Ich hoffe ihr seid jetzt nicht gleich in Panik ausgebrochen. Mit Sicherheit nicht, denn ich bin mir (fast) sicher, dass zumindest die Planung für eure Adventskalender fortgeschritten ist. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Rezept für die Ausstechförmchen ist, für den habe ich heute diese leckeren Zimtsterne mit Suchtpotential. Wer noch die passenden Tüten und Schachteln oder sonst noch etwas SchönHerum sucht, der wird natürlich im Shop fündig. Siehe Menüleiste.

Zimtsterne, ich war es nicht.

Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, deshalb sage ich es gleich an dieser Stelle. Das Rezept ist nicht von mir und ich persönlich habe diese Sternchen nicht gebacken. Ich habe nur die Verzierung und die Fotos und gemacht und dafür gesorgt, dass sie nun fast alle sind, diese megaleckeren Zimtsterne.

Vor gefühlt 100 Monden, als ich angefangen habe selber zu backen, kaufte ich in einer Bücherkrabbelkiste für ein paar wenige Markstückchen das Buch „Backen für Weihnachten“ von Regine Stroner. Seither begleitet mich dieses Büchlein mit dem Weihnachtsmann auf dem Cover, jedes Jahr zur Weihnachtzeit. Ich habe viele Rezepte ausprobiert und nach meinen Vorstellungen angepasst und umgeschrieben. Diese Rezept hatte ich bisher nur einmal gebacken und nun sollte es wieder soweit sein.

Die vorweihnachtliche Backzeit beginnt meist mit dem Buß-und Bettag. Das ist in Sachsen noch ein Feiertag und er wird immer Mittwochs 11 Tage vor dem ersten Adventssonntag begangen. Dieser Tag ist gefühlt immer verregnet und kalt. Ein perfekter Back- und Basteltag.

Selbst ist der Mann

Mein Mann wünschte sich nun zum jährlichen Backevent Zimtsterne. Oha, nachdem ich leicht das Gesicht verzogen habe, hat er sich am Abend vor dem Backtag der Herausforderung „Projekt Zimtsterne“ gestellt. Die Kinder waren kaum im Bett, da hat er das Küchenzepter übernommen und mit viel Hingabe und Genauigkeit diese saftigen Zimtsterne und ein Kobraschaf 😉 gebacken.

Bei der Eischneeprüfung und der weißen Verzierung wurde ich zwar zum Dienst gerufen, aber ansonsten war ich unbeteiligt, habe aber alle Kommentare und Geschehnisse in der Küche wahrgenommen.

Lange Rede kurzer Sinn.

Zimtsterne

Das kommt rein und so wird es gemacht

Ein paar Abweichungen vom Originalrezept gibt es doch. Im Original werden die ganzen Mandeln mit der Küchenmaschine erst klein gehackt. Wir haben die schon fertig gehakten Mandeln genommen. Und im Original kommt Piment mit dran. Das haben unsere Sterne nicht bekommen, weil es einfach nicht da war.

  • 400g gemahlene Mandeln (nicht geschält), es gehen auch Haselnüsse
  • 3 Eiweiß
  • 300 g Zucker
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 1 Eßl Zimt
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  1. Zuerst wird der Eischnee mit dem Mixer geschlagen bis er schnittfest ist. Heißt, man kann einen Messerschnitt darin sehen.
  2. Danach wird der Zucker nach und nach untergerührt. Das Ganze dann mind. 10 Minuten mit dem Mixer schlagen, was der Traummann so auch getan hat! Zum finalen Schlag den Zitronensaft mit unterrühren.
  3. Von dieser Masse 4 EL abnehmen und in eine kleine Schüssel zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
  4. Laut Rezept: Zu der Eischnee-Zuckermasse werden dann die Mandeln, die abgeriebene Zitronenschale und die Gewürze gegeben. Alles mit einem Rührlöffel vermengen und dann zu einem festen und gut formbaren Teig kneten. TIPP 1 vom Bäcker: Macht es anders herum. Schaufelt die Eischneemasse Löffel für Löffel in die Mandel-Gewürzmasse. Nach jedem Löffelchen rühren und irgendwann kneten bis es ein formbarer Teig wird.
  5. TIPP 2: Nehmt ein Backpapier und streut darauf Zucker aus und darauf wird dann der Teig ausgerollt. Es kann sonst eine ziemlich klebrige Angelegenheit auf eurer Arbeitsfläche werden.
  6. Zimtsterne ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. TIPP 3: Für saftigeres Zimtsterne lieber eine größere Ausstechform nehmen (Durchmesser ca. 7 cm), die kleinen ca. 4 cm werden schnell trocken.
  7. Nun die abgenommene Eischnee-Zucker-Masse aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Teelöffel kleine Häuchen auf die Sterne geben. Mit einem spitzen Messer kann man die Glasur dann korrekt auf den Sternen verteilen.
  8. Bei ca. 180 Grad ca. 12 Minuten backen.
  9. Wenn der Teig zu klebrig ist und sich auch auf dem Zuckerbett kaum ausrollen lässt, dann muss man ggf. etwas gemahlene Mandeln oder Haselnüsse nachlegen bis es eben nicht mehr so klebt.

Fazit

Unsere Sternchen sind, was die Glasur angeht, nicht ganz perfekt geworden. Der Meister vermutet eine zu lange Backzeit oder vielleicht hätte man anstelle des Zuckers auch Puderzucker nehmen können. Wir wissen es nicht, dem Geschmackserlebnis hat es auf keinen Fall geschadet. Bei der nächsten Backrunde werden wir es sehen und berichten.

Zimtsterne

Zum Finale oder besser gesagt zu späterer Stunde setzte die kreative Experimentierfreudigkeit ein. Einige Zimtsterne bekamen mangels Eischneemasse eine Extraschicht Karamellsauce auf die Mütze. Der Restliche Teig ergab am Ende ein elegantes „Kobraschaf“. Dieses Kobraschaf hat bis heute alle Sterne überlebt. Manchmal darf die Kreativität mit einem durchgehen, oder nicht?

Hier das einzige Foto des seltenen Kobraschafes in mitten von Zimtsternen auf dem letzten Blech.

Zimtsterne und ein Kobraschaf

Die passende Geschenkverpackung

Da diese Sternchen danach schreien verschenkt zu werden, habe ich zwei Anregungen für euch, wie ihr die Zimtsterne stilvoll und weihnachtlich verpacken könnt. Nehmt ein farbechtes Seidenpapier eurer Wahl, legt ein paar Zimtsterne hinein und packt diese entweder in einen Becher oder eine hübsche Schachtel. Die neuen Ripsbänder mit Gold- oder Silbersternen geben der Geschenkverpackungen den letzten Schliff. Manchmal ist weniger mehr. Wer mag kann diese Leckerei gleich für den Adventskalender nutzen oder einfach so verschenken.

Geschenkverpackung für Zimtsterne

Geschenkverpackung für Zimtsterne

Geschenkverpackung für selbst Gebackenes

Und hier die Liste der verwendetet Verpackungen:

Geschenkschachtel Kraftkarton 7x7x7 cm

Geschenkband mit Sternen, grau-braun-gold

Kalenderzahlen

weißer Becher

Geschenkband mit Sternen, creme-rosa-gold

Seidenpapier kupfer – perlmutt

Nun wünsche ich euch wie immer viel Spaß beim Backen und Verschenken und bin gespannt auf euer Feedback.

#zeigthereurezimtsterne und #kobraschafe

Herzliche Grüße,

Stefanie

von SchönHerum

Comments (2)

  • Oh das find ich schön! und eine liebe Idee – ich verschenk ja eigentlich gerne selbstgemachtes, weil es einfach viel persönlicher ist. Wenn man das Geschenkspapier noch ein bisschen verändert, wäre das doch ein tolles Nikologeschenk für die Omas und Opas. Und Kekse, wie seeeehr liebe ich Kekse. Ich krieg einfach nicht genug. Ist eigentlich eh eine schöne Schande, dass ich noch nichtmal einen Keks für Weihnachten gebacken hab. Aber wer weiß vielleicht fällt mir am Wochenende etwas ins Backrohr.
    Alles Liebe
    Lisa
    http://www.piratesandmermaids.at

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    • Liebe Lisa, dann wünsche ich dir viel Spaß beim Backen und verschenken. Noch mehr Papier und Verpackungen findest du ja im Shop vom SchönHerum 😉

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