“SchönHerum” – Opening Party!

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Das ist also mein erster Beitrag auf dem SchönHerum-Blog. Juhu, ich freue mich wahnsinnig und bevor ich überhaupt loslege möchte euch vielleicht erst einmal meine kleine Geschichte von SchönHerum erzählen.

2013 stellte sich mir die Frage wie es denn nach der Elternzeit mit Sohnemann Nr. 2 beruflich so weiter gehen soll. Eine Festanstellung in meinem alten Beruf als Marketingmanager war mir sicher, aber da geisterte eine Idee in meinem Kopf, die einfach nach „Mehr“ schrie.

Auf zahlreichen Reisen in der ganzen Welt haben mich immer wieder Geschenkverpackungen fasziniert. Ob Asien, Australien oder Amerika, überall gab man sich immer so viel Mühe Geschenke oder gekaufte Sachen schön zu verpacken. Es gab so tolle Papiere und Verpackungen und Geschenke sind Teil verschiedener Kulturen. Und ich denke in Deutschland gibt es in dieser Hinsicht noch ein kleines Defizit! Schöne Geschenkverpackungen, Geschenkschachteln, personalisierbar und für den Kunden nach Größe und Farbe wählbar, tolle Papiere, Accessoires, Anhänger etc. und das ganze in einem benutzerfreundlichen Onlineshop. Ja so sollte es sein, das wollte ich machen!

Natürlich war die Entscheidung nicht so einfach zu treffen. Ich machte mich auf die Suche nach einem Produzenten für Geschenkschachteln, der meine Idee und Leidenschaft teilt und „Lucky me“, ich wurde auch ziemlich schnell fündig. Wir einigten uns auf eine Kooperation und fingen an Ideen zu spinnen. Das war der Zeitpunkt an dem ich gemeinsam mit meinem Mann (gleichzeitig mein bester Berater) entschied, dass ich die Idee wahr werden lasse und den Schritt in die Selbstständigkeit wage. Puh, ein großer Moment. Nach 14 Jahren Festanstellung, zwei kleine Kinder, eine Idee, eine Vision und noch kein Kunde.

Ein Plan musste her!

Wie läuft die Finanzierung, welche Zeit brauche ich, wie soll das neue Baby heißen, wer sind meine Kunden, was biete ich. Ein paar Monde später gab es dann diese Liste mit Drölfundneunzigmillionen Fragen, ca. 763 ToDos und ich legte los. Eins nach dem Anderen.

Für den Businessplan habe ich mir Zeit genommen. Klingt sehr trocken, war es auch, aber ich habe mich so gezwungen wirklich im Detail über viele Dinge nachzudenken, zu recherchieren, den Sinn zu hinterfragen und Zahlen von links nach rechts und von rechts nach links zu schupsen. Irgendwann standen das Konstrukt und die Kalkulation. Die Vision war also aufs Papier gebracht und auch der Name war geboren.

SchönHerum– einfach schönherum Geschenke verpacken.

In dieser Phase habe ich schon mit dem Gedanken gespielt mein tägliches Auf-und Ab, die Gefühlsachterbahn und all die tollen Erfahrungen auf einem Blog zu teilen und mir so das ein oder andere von der Seele zu schreiben. Die Realität sah dann aber so aus, dass wenn die Kinder im Bett lagen auch ich platt auf dem Sofa lag oder der Wäscheberg von mir Besitz ergriff und ich alles weitere organisierte, was tagsüber liegen blieb, wenn ich im Büro die Drölfmillionen-ToDo-Liste abarbeitete.

Im August 2014 radelte ich dann zum Gewerbeamt und ein paar wenige Minuten und Formulare später hatte ich mein Gewerbe angemeldet. Ein großer Moment extrem unemotional Realität geworden. Niemand stand da und hat Reis oder Blütenblätter geworfen. Die Sachbearbeiterin sagt nur „Das wars dann, einen schönen Tag noch.“

Innerlich habe ich Luftsprünge gemacht und hätte die Dame am liebsten umarmt, aber ich glaube damit wäre Sie überfordert gewesen und am Ende hätte mich der Security Dienst in die Selbständigkeit zum Ausgang begleitet. Also habe ich die Nase in den Wind gestreckt und bin wie ein Honigkuchenpferd auf meinem Drahtesel durch die Stadt gefahren, habe den Tag genossen, mir was gegönnt und neue Pläne geschmiedet.

So ging es los. Ziel sollte sein, den Onlineshop am 1. Oktober zu starten. Haha. Ist klar.

Shopsystem suchen, anpassen, Layout, Firmenauftritt, Materialeinkauf, Produktfotos, Buchhaltung, rechtliche Sachen klären, Geschenke verpacken, Ideen sammeln, Blog anfangen, Lager aufbauen, Abläufe checken etc. Einfach zu viel um es gut und neben dem Familienalltag in dieser Zeit umzusetzen.

Dazu kam, dass sich die Kooperation nicht so kooperativ gestaltete und mir mehr und mehr Kopfzerbrechen machte. Schließlich war das Konzept darauf abgestimmt, aber nicht um jeden Preis! Ja man ahnt es schon. Mitte Dezember hatte ich zu einer Onlineshop-Opening-Party gerufen. Freunde, Bekannte, Mitwirkende sollten vier Tage vor Weihnachten Ihre Geschenke mitbringen und in geselliger Runde verpacken. Glückwein, Weihnachtsgebäck und Kerzenschein. Material gab es selbstverständlich gesponsert von SchönHerum und die Verpackungshilfe gleich dazu.

5 Tage vor diesem Event musste ich dann leider kurzfristig die Kooperation beenden.

Schmerzliche Wahrheit, aber das Bauchgefühl hat mir den Weg gezeigt und so sollte es dann auch sein. Kurz vor Weihnachten, vor der SchönHerum-Opening-Party, alles stand Kopf und ich war leer. Das war dann wohl die erste unangenehme unternehmerische Entscheidung die ich treffen musste. Keine Geschenkschachteln im Sortiment, Plan über Bord, alles zurück auf null. Und mehr möchte ich dazu eigentlich auch nicht schreiben, weil es schon so viel Energie gefressen hat und somit setzte ich auf:

NEUANFANG. Die Party war ein voller Erfolg! Anfangs waren alle noch sehr verhalten, trauten sich nicht an die schönen Papiere zum einpacken, aber nach ein paar Anregungen war das Eis gebrochen und überall wurde gepackt, gefaltet, geschnürt, gestanzt und gequatscht. Dieser Abend im Kreis so vieler lieber Freunde und Bekannte hat mir wieder neue Kraft und Energie gegeben den Plan für SchönHerum neu zu denken und weiter zu machen! Schließlich lebe ich nach dem Motto „Geht nicht gibt es nicht, geht schwer gibt es!“

Am 21. Dezember 2014 ist SchönHerum dann erstmalig online gegangen. Wohl ausgesuchte Papiere, Schleifenbänder, Anhänger etc. gab es ja und warum sollte ich das nicht online stellen.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Thomas von Netzgiraffe, der viele Stunden geduldig mit mir am Rechner gesessen hat und meine Ideen perfekt umzusetzen wusste.

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nutzte ich um mich neu zu ordnen, die Kinder zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Mein Mann bestärkte mich in dieser Zeit und hielt mir vor Augen, was ich doch eigentlich in der kurzen Zeit, neben dem Familienalltag, alles schon geschafft hätte.

Ja er hatte Recht! Ich konnte stolz sein auf das was ich bis dahin geschafft hatte und ich konnte damit arbeiten. Ich liebe es Dinge schön zu verpacken, Verpackungen neu zu denken und bereue keine meiner Entscheidungen.

Im Januar 2015 kamen dann auch schon erste Bestellungen und ich fasste neuen Mut. Volle Kraft voraus geht es nun seitdem voran.

Jetzt 2016. Über ein Jahr später blicke ich auf ein arbeitsreiches, glückliches Jahr zurück und starte nun endlich meinen eigenen Blog.

Es wird wöchentlich einen Beitrag zu kleinen DIY-Projekten, Verpackungsideen, Geschenken und Materialien geben. Da wir nun beide selbst und ständig sind und der Berufs- und Familienalltag eng beieinander liegen werde ich wohl ab und zu aus unserem Leben mit den Kindern berichten. Und auch mein Mann wird vielleicht ab und zu einen kleinen Beitrag beisteuern. Er betrachtet die Welt immer wieder durch das humorvolle Auge eines Philosophen und kann hier und da noch ein paar Tipps zur “Kindererziehung” beisteuern.

Ich freue mich auf viele schöne Beiträge und Euer Feedback.

Und wenn ich mir das alles noch einmal durchlese, dann kann ich Euch nur sagen: Glaube an Deine Visionen. Gehe lieber kleine Schritte auf dem Weg zum Ziel. Umwege verlängern zwar den Weg zum Ziel, bringen aber immer neue Erfahrungen und bereichern!

Herzlichst, Eure Stefanie von SchönHerum

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Comments (1)

  • Liebe Stefanie, wunderbar nochmal eine längere Version deiner Geschichte zu lesen. Ich bin gespannt auf die kommenden Posts. Viele Grüße
    Michèle 🙂

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